THOMAS STRUTH - Galerie Max Hetzler

Wir freuen uns, Sie auf unsere beiden Einzelausstellungen mit neuen Werken von Thomas Struth in der Bleibtreustraße 45 und unserem temporären Ausstellungsraum am Kurfürstendamm 213 (geöffnet samstags, 11-16 Uhr und nach Vereinbarung) aufmerksam zu machen.

Im Zentrum von Thomas Struths Ausstellung steht eine neue Werkserie, die am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin entstanden ist. Das Institut erforscht Veränderungen und Anpassungen von Tieren im Laufe der Evolution, insbesondere in Hinblick auf eine durch den Menschen modifizierte Umwelt, um neue Konzepte und Methoden zum Schutz von Wildtieren zu entwickeln. Dabei sind Untersuchungen an verstorbenen Tieren ein wichtiger Teil innerhalb der Forschung des Instituts.

Struth fotografierte diese Tiere vor Ort in den Laborräumen des IZW und erinnert uns dadurch an den vergänglichen Charakter unserer Natur und die Fragilität des Lebens.

"Ich habe versucht, die Tiere auf eine schöne und würdevolle Art darzustellen. Mich interessiert das Moment der Hingabe: Wenn man stirbt, endet der ganze ‚Zirkus’, das ganze Theater, welches wir selber kreieren, mit einem Mal ganz plötzlich. Diese Bilder sollen wie Fausthiebe sein, der Moment des Todes als eine Art Warnruf."

Der Laborraum ist ein wiederkehrendes Motiv aus einer früheren Werkserie Struths, in der er hochkomplexe, abstrakte und unzugängliche Orte der Wissenschaft, Innovation und Medizin abbildet. Die neuen Arbeiten verweisen auf diese Vorgänger und vereinen wiederkehrende Themen innerhalb Struths Werk wie Vergänglichkeit, Fortschritt, Technik und Illusion.

Einen weiteren Teil der Ausstellung bilden dann auch neue Arbeiten aus Struths Serie von Orten industriellen und wissenschaftlichen Fortschritts. Hier nähert er sich der Komplexität technischer Entwicklungen und ermöglicht Einsicht in sonst verschlossene Bereiche. Bedeutung und Funktion des Gesehenen bleiben dem Betrachter dabei meist unerklärlich, die abgebildeten hochmodernen Maschinen und futuristisch anmutenden Apparaturen aus Forschung, Medizin und Industrie lösen aber dennoch eine tiefe Faszination für die Möglichkeiten menschlicher Erfindungen aus.


Gleichzeitig eröffnen wir die Ausstellung LADI ROGEURS: SIR LOUDRAGE – a still life mit Arbeiten von Loris Gréaud.


Thomas Struth (*1954, Geldern) lebt und arbeitet in Berlin. Seit 1987 stellt er regelmäßig mit Galerie Max Hetzler aus. Seine umfangreiche Einzelausstellung Nature & Politics wurde 2016 im Museum Folkwang, Essen, eröffnet und wanderte anschließend in den Martin-Gropius-Bau, Berlin; High Museum, Atlanta; Moody Center for the Arts, Houston und zuletzt ins Saint Louis Art Museum. Weitere bedeutende Einzelausstellungen zeigte er u.a. im Haus der Kunst, München (2017); Metropolitan Museum of Art, New York (2014 und 2003); Kunsthaus Zürich; Museu Serralves, Porto; Whitechapel Gallery, London; K20, Düsseldorf (alle 2011); Museo del Prado, Madrid (2007); Museum of Contemporary Art, Chicago (2003); Museum of Contemporary Art, Los Angeles und dem Dallas Museum of Art (2002). Derzeit ist Struths Ausstellung im Aspen Art Museum noch bis zum 10. Juni 2018 zu sehen.


Weitere Ausstellungen und Messebeteiligungen:

Robert Grosvenor | Richard Prince
14. April – 19. Mai 2018
Eröffnung: 14. April, 18-20 Uhr
57, rue du Temple 75004 Paris

Loris Gréaud
LADI ROGEURS: SIR LOUDRAGE – a still life
27. April – 21. Juli 2018
Eröffnung: 27. April, 18-21 Uhr
Goethestraße 2/3, 10623 Berlin

TEFAF New York Spring
4. – 8. Mai 2018


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